Die Vorgeschichte der FFw Böddenstedt

Bei der Suche nach Unterlagen aus den Gründerjahren der Freiw. Feuerwehr stießen wir im Kreisarchiv in Uelzen auch auf ein Dokument aus dem Jahre 1851. Es ist ein Kaufvertrag über eine Feuerspritze. Alle Dorfschaften waren demnach verpflichtet, Geräte zum Feuerlöschen bereitzuhalten. Der Kaufvertrag besagt, daß auch Kl.Süstedt und Hamerstorf Anteil an dieser Spritze hatten.

Da die Ortschaften Kl.Süstedt und Hamerstorf bei dem Vertragsabschluß nur jeweils durch den Vorsteher vertreten waren, ist anzunehmen, dass die Spritze in Böddenstedt stationiert war. Zur Hilfeleistung bei einem Brand in einem Nachbarort waren die Männer sowieso verpflichtet. Sie mussten die Feuerspritze dann nach Kl.Süstedt und Hamerstorf auch mitnehmen.

Von 1886 bis 1900 sind 5 Brände in Böddenstedt verzeichnet.

1886

Feuer im Speicher des Stellmachers Drögemüller. Der 15 jährige Sohn den Dienstknechtes Hachmeister, brachte seinem Vater Bekleidung. Da im Speicher kein Strom vorhanden war, leuchtete der Lehrling vom Stellmacher mit einem Streichholz. Dieser Streichholz entzündete die Bekleidung.
Blitzeinschlag bei Heinrich Bauck Schaden in Oldenstadt, mit der Bitte um Bescheinigung für „kalten Schlag“ entstandenen Schaden, auszustellen.

1897

Feuer im Bretterschuppen Bauck (Ziegen verbrand).

1889

Blitzschlag in die Haustür des Abbauers Friedrich Cohrs, Haus Nr. 28.
Aufgenommen durch: Bullerjahn, Fußgendarm der 10. Gendamerie Brigade
Versichert in Erfurt. Auszahlung von 70 Mark durch die Gendameri

1900

Brand im Stallgebäude der Beckmannschen Gastwirtes.
Ein 7-jähriges Mädchen spielte mit Streichhölzern.Das Protokoll v. 23. Februar 1902 hat folgenden Wortlaut:
>>In der heutigen Gemeindeversammlung, zu welcher sämtliche stimmberechtigte Mitglieder in ortsüblicher Weise geladen und die letzteren auch fast vollzählig erschienen waren, wurde verhandelt über ein Schreiben des Königlichen Landratsamtes vom 31. Dezember v.J. betr. eine Polizeiverfügung über das Feuerlöschwesen.

Nach reiflicher Beratung wurde von der Gemeinde folgender Beschluß einstimmig gefasst:
Die Gemeinde verpflichtet sich, bis zum Jahre 1904, spätestens aber im genannten Jahr eine Feuerspritze mit den nötigen Utensilien anzuschaffen, sowie auch eine Feuerwehr einzurichten. Die daraus entstehenden Kosten sollen nach der Grund- und Gebäudesteuer aufgebracht werden.

V. g .u.
Der Gemeindevorstand
H. Sorge<<